Day XXXVIII

Allgemein, Daily

 

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Birds must wonder how we keep up

Whether we wake up

Or whether we die

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Beware of insects.

Allgemein, Ars Musica

At first, you almost do not notice it – it starts out as a noise, barely audible, like the distant buzzing of a lazy fly.

As time passes, it slowly, unsuspiciously grows louder, comes a little closer to your ears, yet the insect does not touch you in any way.

But then, the harmless annoyance that may have made you think of light summer days and rancid smells changes gradually; you do not understand it at first, but the fly turns into a mosquito that occasionally takes a sip of your life liquid. It does not hurt and it is not yet strong enough to make you suffer; you feel nothing but an itch where it sat on you, so you put some cream on it and go on with your life.

Yet again, as you pretend the insect does not bother you so very much – after all, it is still so much smaller than the whole of you, it does not even compare to any of the pieces you are made of in size or weight and therefor, you should not feel obligated to pay attention to it -, it transforms anew.

Maybe the new-born wasp stings the spots the mosquito touched before and you do not understand there is a difference at first; you will only feel the change once you casually scratch, expecting this action to relieve you from the itch, but instead it will bleed and swell. This wasp puts red marks all over you and as much as you try to avoid it, be it by swatting, running from it or applying antrycide lavishly all over your bruised self, you can no longer pretend that you do not mind and do not care.

Because it hurts and you care.

If it is a particulary nasty insect, it may even shed its skin once more and evolve into something else, something that is bigger, something that is fit to attack the pieces of your self. Now – is it the insect’s fault? Or is it your responsibility to deal with it because you are the one bothered by it?

Day XXIV

Allgemein, Daily

Ist heute Tag 24? Weiß ich gar nicht. Habe eben den Menschen aus dem Zimmer nebenan dazu gezwungen bewegt, sich für nen Moment von seinen kochenden Nudeln auf dem Herd wegzubewegen und mir stattdessen dabei zu helfen, den verstopften Abfluss im Bad abzumontieren. Nach einer Backpulver-Essig-kochendes Wasser-Schlacht sind meine Hände schrumpelig und stellenweise etwas verbrannt, aber dafür läuft das Wasser wieder ab. Yay.

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Gestern in Bielefeld gewesen. Natürlich ist das nur das, was ich jetzt sage, damit man nicht weiß, wo ich wirklich war – Bielefeld gibt es ja schließlich gar nicht… ha ha ha. Mit einer Dame gebacken. Etwas von der Vorlage (Meer, Strand, Schwimmreifen) abgewichen. Stattdessen sonnen sich hier drei Schweinchen mit Crystal Meth auf einer Wiese.

Heute in der Bahn hatte ich einen etwas nostalgischen Moment. Passiert mir recht selten, also nicht die Phasen, sondern dass ich dann tatsächlich auch darüber schreiben will – aber ich dachte mir, wenn schon, dann kann ich das auch mal auf den Blog klatschen.

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Manchmal vermisse ich es, in der Pubertät zu sein. Said no one ever. Also, außer mir jetzt Ich erinnere mich daran, dass ich mich sehr oft über total bescheuerte Kleinigkeiten aufgeregt habe und dass meine Stimmung jeden Moment in die eine oder andere Richtung kippen konnte, da reichte schon ein Werbelied für. Geht heute immer noch, aber bei Weitem nicht mehr in der Intensität wie damals. Wenns mir beschissen ging, dann aber richtig. Und vor allem denke ich öfter mal an die Gelegenheiten, bei denen ich im Haus die Krise bekommen habe. Dann wurde mir alles zu viel, der Himmel fiel mir buchstäblich auf den Kopf, die Wände rückten auf mich zu und ich hab mein Leben gehasst. Aber nicht, weil wirklich einfach alles so scheiße war, sondern weil ich einfach mehr wollte vom Leben. Ich wollte raus aus der Kleinstadt, in der ich geboren wurde, ich wollte mich lebendiger fühlen, wollte das Außergewöhnliche erleben. Hab ich mir mittlerweile halbwegs erfüllt, aber je älter man wird, desto weniger ist neu und aufregend; vielleicht, weil man kleinere Träume hat, weil man merkt, dass manche Dinge eben unrealistisch sind („life is no fairytale. If you lose your shoe at midnight, you’re drunk“). Ich bin jetzt eigentlich kein total abgeklärter Realist, ich hab immer noch Träume und Wunschvorstellungen; nur vielleicht ahne ich heute, im Gegensatz zu meinem überenthusiastischen Teenager-Ich, dass sich die meisten davon eventuell nicht erfüllen werden. Oder vielleicht liegt diese gewisse Ernüchterung auch daran, dass die Welt schrumpft, wenn man selbst wächst. Wenn ich darauf Lust habe, naja, dann buche ich mir halt einen Flieger und mache Urlaub, und ich muss Mama und Papa nicht mehr um ihre Erlaubnis bitten (also in der Theorie funktioniert das zumindest. Wenn man Geld zu viel hat. Aber you know what I mean-?).

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Ich höre jetzt schon ein bisschen die Menschen, die mir blöden Pessimismus vorwerfen. Oder Verkopfung. Vielleicht auch Spießigkeit  dass ich das Kind in mir verloren habe und nunmehr zur grauen Masse desillusionierter Erwachsener gehöre, die ihr Leben in Grautönen verbringen. Ich weiß nicht, ob das bei mir der Fall ist. Vielleicht. Obwohl ich nicht unbedingt als „erwachsen“ von mir sprechen würde – bleibt im Umkehrschluss aber natürlich die Frage, ob das innere Kind auch gleich „kindisch“ ist. Jedenfalls beneide ich die Leute, die von sich behaupten, im Inneren Pipi Langstrumpf geblieben zu sein, ein bisschen. Und halt Pubertäre. Aber die nur um die Fähigkeit, tief begeistert zu sein – oder auch einfach alles vertieft zu empfinden, ein bisschen so, als sähen sie Gefühle durch ein Vergrößerungsglas. Und darum, dass sie die Zukunft wie einen einzigen großen Knall betrachten, der sie irgendwann nach der Schulzeit ganz sicher überfallen wird und dann alles sofort anders und besser macht. Wie die Reise nach Oz/ Nimmerland/ Narnia. Das ist eigentlich ein sehr treffendes Bild – die Begeisterung für eine Art von Wunschdenken, die vermutlich eher nicht echt wird. Eigentlich schade, dass man slche Dinge verliert.

Day VI

Allgemein, Daily

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Zurück aus dem Lazarett in meine eigene Wohnung.

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Habe heute einen Brief aus Dänemark bekommen… und ihn gleich einmal halb zerstört, weil das Wachs so fest am Papier klebte, haha. Trotzdem schön. Dir ganze Briefschreiberei schläft ja langsam ein, und ja, immer die Geduld habe ich dafür auch nicht – dabei ist es wirklich nett (und ich meine ’nett‘ hier nicht im Sinne von ‚eigentlich scheiße‘), wenn man den Briefkasten öffnet und etwas Handgeschriebenes auf einen wartet.